ZIEL: IAA 2022
Nach zwei Jahren ohne die wichtigste Messe für die Nutzfahrzeugindustrie flog das MRF-Team im vergangenen September nach Hannover mit dem Ziel, an der IAA Transportation teilzunehmen, die vom 20. bis 25. September stattfand und die wir uns nicht entgehen lassen konnten.
In diesem Jahr wurde im Gegensatz zu den vorangegangenen Ausgaben ein anderes Konzept entwickelt und dieses „IAA Transportation“ und nicht wie bisher „IAA Mobility“ genannt. Diese neue, überarbeitete Ausgabe deckte das gesamte Spektrum von Transport und Logistik ab, von Lkw über Lastenfahrräder und Lieferwagen bis hin zu Paketdrohnen.
Und sie war ein Erfolg: Mit 1402 Ausstellern aus 42 verschiedenen Ländern war die internationale Präsenz deutlich spürbar. Zwei Drittel der Aussteller waren internationale Unternehmen, darunter auch wir. Es gab auch Raum für mehrere Konferenzen und Kolloquien, in denen rund 230 Redner verschiedene Themen wie die letzte Meile diskutierten, die bei dieser Ausgabe von großer Bedeutung war.

Die IAA war eine hervorragende Plattform für diese Branche, die auch als Kapillardistribution bezeichnet wird, da die Lieferungen in einer Stadt in verschiedenen Zonen oder Filialen erfolgen. Die letzte Meile bezieht sich auf die letzte Meile der Lieferkette, d. h. das Transportmanagement, das sich auf die letzten Kilometer konzentriert, die eine Bestellung zurücklegt, bevor sie ihren Bestimmungsort erreicht. Dieser Sektor spielte bei dieser Ausgabe eine wichtige Rolle, da er in den letzten Jahren zu einem exponentiellen Wachstum gezwungen war. Mit dem Aufkommen des eCommerce, insbesondere seit dem COVID, sowie unser Zeitmangel durch Lebensgewohnheiten, welches wir führen, hat die Logistik eine Schlüsselrolle gespielt. Aber sie ist auch mit Herausforderungen und großen Schwierigkeiten konfrontiert, wie z. B. die Einhaltung von Fristen bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Kosten, die Entscheidung für eine umweltfreundliche und nachhaltige Logistik oder die Umgehung möglicher Hindernisse, wie z. B. die Frage, ob der Lieferort eine Stadt oder ein ländliches Gebiet ist. Diese und andere Herausforderungen und mögliche Lösungen waren Thema der Diskussionen während der IAA-Woche.
Es gab auch Raum für verschiedene Testfahrten mit Nutzfahrzeugen. Verschiedene Fahrzeuge konnten durch die Simulation von realen Situationen getestet werden, eine sehr interaktive Art und Weise, das Bewusstsein für das Produkt zu schärfen, was bei den Besuchern, die in langen Schlangen anstanden, um sie zu testen, großes Interesse geweckte hat.
In dieser Ausgabe gab es ein klares Engagement für die Umwelt. Die Herausforderung, vor der wir stehen, ist klar: Mobilität und Verkehr müssen mit der Umwelt in Einklang gebracht werden, indem die Auswirkungen und der Kohlenstoff-Fußabdruck reduziert werden und gleichzeitig nach Möglichkeiten gesucht wird, die Kosten zu senken. Zu den Innovationen gehören eine breite Palette von Elektro- und Brennstoffzellenantrieben sowie Wasserstoffverbrennungsmotoren. Im Bereich der Kofferaufbauten war am häufigsten ultraleichte Anhänger Mittelpunkt, um den Energiebedarf zu senken.

Und natürlich hatten wir von MRF auch neue Produkte zu zeigen. In dieser Ausgabe wollten wir uns auch neu erfinden, wir haben das Team neu zusammengestellt und ein neues Erscheinungsbild präsentiert. Eine neue Geschäftsplanung, die bei MRF voranschreitet, und neue Strategie verfolgt, dies mit dem Ziel, unsere Arbeit zu verbessern und unseren Kunden eine bestmögliche Erfahrung zu bieten.
Nach den neuen Entwicklungen, die auf der IAA mit den Zielen und Herausforderungen der Nutzfahrzeugindustrie gezeigt wurden, reagiert MRF auf diese Herausforderungen. Mit dem Ziel, die Lärmbelästigung zu reduzieren und in Anbetracht des logistischen Szenarios, Lieferungen in städtischen Gebieten und in der Nacht, haben wir den Low DB Verschluss entwickelt, einen Verschluss mit geringer Lautstärke, der für nächtliche Lieferungen in städtischen Gebieten empfohlen wird, da er der Piek-Norm erfüllt und 60 dB nicht übersteigt. Das bedeutet, dass dieses Schloss in Fahrzeugen verwendet werden kann, die für die nächtliche Auslieferung von Waren zugelassen sind, da es den gesetzlich vorgeschriebenen Schallpegel einhält.

Außerdem stellten wir unseren neuen Schiebetür-Bausatz Skirion vor, der eine Lösung für die Zustellung in Städten bietet, in denen der Platz begrenzt ist, und der auch dazu beitragen kann, Zeit beim Zugriff auf die Ladung zu sparen.
Natürlich wollten wir angesichts der Digitalisierung und Elektrifizierung, die uns umgibt, auch auf diesen Zug aufspringen und den Anschluss an unser technologisches Umfeld finden. Deshalb stellten wir auf der IAA unsere elektronischen Schlösser vor, die mit der NFC-Technologie (Near-Field-Communication) für die drahtlose Kommunikation über kurze Entfernungen arbeiten. So kann das Schloss elektronisch über RFID-Armbänder (Radio Frequency Identification) geöffnet werden, indem man sie einfach in die Nähe des Fahrzeugschlosses bringt. Mit diesem System wollen wir dem Endverbraucher das Tagesgeschäft erleichtern.
Unsere Aufgabe ist es, die Probleme und Herausforderungen der Nutzfahrzeugnutzer zu erkennen und Lösungen zu bieten. Bei dieser Ausgabe haben wir nicht nur die Gelegenheit genutzt, uns mit Partnern und Kunden persönlich zu treffen, was wir wirklich vermisst haben, sondern wir haben auch versucht, uns neu zu erfinden und unseren Ansatz zu ändern, die Probleme zu verstehen und nach Lösungen zu suchen. Das ist es, was wir aus Hannover mitgebracht haben, eine Menge Feedback, Sorgen, Herausforderungen für die Branche, kurzum, einen Rucksack voller Informationen, mit denen wir nun bis zur nächsten IAA arbeiten müssen. In der Zwischenzeit werden wir weiterhin das tun, was wir können: "Shaping Steel Solutions".